Hast du schon mal historisch oder biografisch gearbeitet?
Bei biographischen Stoffen gibt es ja immer dieses Dilemma:
Ein echtes Leben bietet viele Geschichten.
Aber selten eine klare, narrative Linie.
Das normale Leben ist meist sogar relativ „langweilig“.
Im Folgenden mein Tipp, wie das Schreiben von Biografien und historischen Stoffen gelingt.
Und dann … und dann … und dann …
Bei mir gibt es dazu gerade einen Meilenstein:
Nach vier Staffeln und 24 Drehbüchern ist die Reise mit unserer Serie Sisi für RTL+, den ORF und Amazon Prime zu Ende gegangen.
Für meine Co-Autorin Elena Hell und mich war es eine unglaubliche Zeit.
Neben der schieren Menge an Drehbüchern, hatten wir eine besondere Herausforderung:
Wie schaffen wir es, ein echtes Leben – das, der Kaiserin Elisabeth – in eine in sich stimmige, faszinierende Geschichte verwandeln, die über 24 Folgen hinweg die Zuschauer*innen berührt und fesselt.
Das Leben bietet keine perfekte Dramaturgie
Das heißt, wir mussten nach einer Narrative im Leben von Sisi suchen.
Und nach einem Thema, das eine so lange Geschichte zusammenhält.
Und dabei standen wir natürlich ständig vor der Frage:
Wie weit halten wir uns an die historischen Fakten?
Wir wissen nicht alles über Sisis Leben.
Das war Fluch und Segen zugleich.
Natürlich basiert alles, was du in der Serie siehst, im Kern auf Sisis Biografie.
Aber gerade dort, wo es keine Fakten gibt – zum Beispiel bei den Szenen hinter verschlossenen Türen zwischen Sisi und Franz – haben wir uns Freiheiten genommen.
Wir haben die Serie so gestaltet, dass wir eine zusammenhängende Geschichte erzählen können, die nicht in einzelne, unzusammenhängende Episoden zerfällt.
Emotionale Wahrheit vor historischer Korrektheit
Die Herausforderung bestand darin, immer wieder den Kern des Dramas zu finden:
in jeder Episode, in jeder Staffel.
Letztlich geht es nämlich nicht darum, jedes Detail der historischen Wahrheit zu erzählen.
Sondern: Es geht darum die emotionale Wahrheit der Figuren spürbar zu machen.
Das hat uns manchmal an unsere Grenzen gebracht.
Aber genau diese Balance – zwischen Realität und Fiktion, zwischen Fakt und Fantasie – ist es, die historische Stoffe so faszinierend macht.
(Und die wohl letztlich auch zum großen internationalen Erfolg unserer Serie beigetragen hat.)
Die Kraft von Geschichten
Geschichten helfen uns, das Chaos des Lebens zu ordnen und in etwas Bedeutsames zu verwandeln.
Geschichten können nicht nur informieren:
- Sie berühren, verbinden und etwas tief in uns zum Klingen bringen.
- Sie verdichten Realität, um die emotionale Wahrheit klarer sichtbar zu machen.
Und manchmal braucht es dafür den Mut zur Fiktion.
Doch solche Geschichten entstehen nicht einfach so.
Es braucht Storytelling-Handwerk, um aus deinen Ideen, Fakten oder Fragmenten eine stringente Erzählung zu formen, die mitreißt und berührt.
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